dass die friedenstaube längst abgestürzt ist, scheint mittlerweile in aller köpfe.
doch wohin damit? was ist noch „wahr“ in dieser immer schnelllebigen welt, in der täuschung und unwahrheit der standard geworden scheint?
ähnlich der zeit vor genau hundert jahren, scheint der mensch wohl den hedonismus als umgangsform zu wählen — zumindest lässt sich dies beobachten. inwiefern die lebensfreude hier mit inbegriffen ist, oder ob verdrängung die größere rolle spielt, ist damals wie heute fraglich. dennoch eine veritable umgangsform, sich auf sich selbst zu konzentrieren — solange noch möglich.
jedoch eine blaupause zu finden, selbst im privaten, scheint derzeit wohl etwas utopisch. so schön salonfähig sind doch die schrumpfend geglaubten gesinnungen geworden.
eine kaum greifbare hinterlassenschaft, der sich die junge generation gegenüber ausgesetzt sieht – welche selbst ihre erzeuger zu überfordern scheint. bravo!
ist da noch die abzweigung auf dem berühmten scheideweg, oder sind wir längst abgebogen? „zielen“ ist auf jeden fall ein prominenteres hobby denn je.
immerhin erweitert sich dadurch unser allgemeines bildgedächtnis — zum beispiel um „konische körper in küchen“ — der phallus, en vogue wie eh und je.
ich zumindest finde mich wieder, in einer ähnlich chaotischen epoche wie der, deren künstler ich immer bewunderte… ihre werke, eine verbildlichung des politischen und gesellschaftlichen chaos von damals.
und heute? weder meine bildserie, noch meine Worte sind gesteuert von pessimismus — eher möchte ich (mir) ein bewusstsein schaffen, oder einen anhaltspunkt, wo sich die erde gerade wiederfindet und entwickelt!
lassen sich doch zu schöne parallelen ziehen…
wir freuen uns doch auf die 30er jahre, oder?